
Birgit Jaeckel: Die Druidin
DIE DRUIDIN von Birgit Jaeckel spielt bei den Kelten, die etwa 100 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung in Süddeutschland lebten.
Süddeutschland 120 v.C. Die junge Keltin Talia hat die besondere Gabe, in Seelen sehen zu können. Der nach Macht strebende Druidenmeister Lentus möchte ihre Gabe gerne für sich nutzen, indem er ein Kind von ihr will. Talia flieht zum Stammesfürsten Caran, dessen unerkannte Tochter sie ist. Sie hasst ihren Vater, denn er wollte sie als Baby ermorden lassen. Als sie nun mitbekommt, dass er in Lebensgefahr schwebt, muss sie sich entscheiden: entweder ihrer Rache frönen oder ihn durch ihre Gabe retten.
Es hätte ein spannend-historisches Buch über die Kelten werden können, die etwa 100 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung in Süddeutschland lebten. Herausgekommen ist jedoch lediglich Massenware à la Iny Lorentz, in der es in erster Linie nicht um Geschichte, sondern um die trivialen Zwistigkeiten und Gemeinheiten der handelnden Personen geht. So erfährt man leider so gut wie nichts vom Leben und Schaffen oder von der geheimnisvollen Religion der Kelten. Die Charaktere sind austauschbar, die Geschichte leider auch. Triviale Kost – schade.
Birgit Jaeckel, 1980 geboren, hat sich mit 15 Jahren zum ersten Mal an einen Roman gewagt. Nach ihrem Abitur hat sie Ur- und Frühgeschichte studiert. Heute arbeitet sie für den Alternativen Nobelpreis. Birgit Jaeckel lebt in Erlangen.

© Knaur Verlag
528 Seiten
Februar 2008
ISBN: 978-3426663172
Spannende Buchtipps mit historischem Hintergrund

