Elliott Hall: Böses mit Bösem

Elliott Hall: Böses mit Bösem

Mit BÖSES MIT BÖSEM legt Elliott Hall den zweiten Teil seiner düsteren politischen Dystopie über die Zustände in den USA vor.

Nachdem iranische Terroristen eine vernichtende Atombombe in der texanischen Metropole Houston gezündet haben, hat sich das Gesicht der USA verändert. Ein Rachefeldzug der amerikanischen Armee hat Teheran ausgelöscht, und durch die Bevölkerung geht ein christlich-fundamentalistischer Schub. Ein Rat der Ältesten wird etabliert, der, ähnlich wie in der islamischen Scharia, streng auf Anstand und Sitte in der Bevölkerung achtet. Schlechte Zeiten also für alle, die mit neuen Leitkultur nicht viel anfangen können. In dieser angespannten Atmosphäre verdient Felix Strange, der vor zehn Jahren in Teheran bei einer Spezialeinheit gekämpft hat, als Privatdetektiv in New York sein Geld.

Sein neuester Auftrag: Er soll seinen alten, spurlos verschwundenen Soldaten-Freund Isaak wieder finden. Doch die Sache ist komplizierter, als er ahnt, denn immer wieder verschwinden Menschen im neuen Staat. Stange kommt einem Komplott auf die Spur, dessen Fährte stets in eine Richtung weist: zum privaten Sicherheitsdienst Fisher. Doch wie ist das möglich, unter den Augen der Wächter?

Böses mit Bösem

Nach DEN ERSTEN STEIN legt Elliot Hall mit „Böses mit Bösem“ den zweiten Teil seiner düsteren Dystopie vor. Erneut verfolgt er darin sein fiktionales, aber nicht undenkbares Gedankenspiel: was, wenn die Verhältnisse in Amerika immer extremer werden und die Kreationisten und andere radikale Christen immer mehr Macht gewinnen? In Halls Staat ist die CIA aufgelöst und private Security-Dienste übernehmen immer mehr Aufgaben der Inneren Sicherheit. Schön wärs, wenn’s reine Fiktion wäre – „Böses mit Bösem“ ist auch eine Allegorie auf den privaten Sicherheitsdienst Blackwater, der während des Irak-Kriegs wegen dubioser und eigenmächtiger Praktiken in die Schlagzeilen gekommen ist. Hall rechnet ab mit der kriegerischen Vorgehensweise der USA im Irak und mit der öffentlichen Auseinandersetzung um die Folter.

Gekleidet in das Gewand einer klassischen Detektive-Noir-Story à la Dashiell Hammett, präsentiert sich auch Halls Held Felix Strange als harter Kerl mit weichem Kern und jeder Menge Gerechtigkeitsinn. Mal sehen, wie es mit ihm weitergeht in einem Amerika, das immer mehr in autoritäre Verhältnissen abdriftet.

Elliott Hall ist in Toronto geboren und aufgewachsen. Zur Zeit lebt er in London und ist am King’s College tätig.

hallo-buch.de - Rezensionen und Buchtipps von Silke Schröder
hallo-buch.de

      

© DTVerlag
464 Seiten
September 2011
ISBN: 978-3423248563
Original: The Rapture

      

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