
Stephanie Gleißner: Einen solchen Himmel im Kopf
EINEN SOLCHEN HIMMEL IM KOPF von Stephanie Gleißner ist eine zugleich leichte wie komplexe Abrechnung mit der Provinz.
Annemut Murr kommt nach Jahren wieder zurück in ihren kleinen Heimatort. Dort möchte sie vor allen Dingen herausfinden, warum ihre damals beste Freundin Johanna Luger partout nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Johanna, die früher für jeden Quatsch zu haben war und stets das echt “verrückte Huhn” gab, macht jetzt einen ganz biederen Job bei der örtlichen Krankenkasse. Und sie ist sehr einsilbig geworden und spricht Annemut nur noch mit „Frau Murr an. Was also ist damals passiert, und warum hat Johanna ihre Freundschaft ohne jede Erklärung aufgekündigt? Für Annemut beginnt eine Reise in die eigene Vergangenheit.
Stephanie Gleißner erzählt in ihrem Debütroman “Himmel im Kopf” die Geschichte zweier Freundinnen, die im jugendlichen Leichtsinn fest daran glauben, jedes Problem im Leben locker meistern können – und zwar besser, als alle anderen. Nebenbei beschreibt sie mit viel Wissen ums Detail die Verhältnisse und die Menschen in der Provinz, im viel zitierten “Hinterland” einer jeden x-beliebigen Stadt. Es ist eine Reise in die eigene Vergangenheit, die von Freundschaft und Enttäuschungen erzählt. Und davon, wie eine unschuldige Freundschaft an der Realität zerbricht. Ein ausdrucksstarkes Debüt und eine Abrechnung mit der Provinz – konsequent leicht und komplex zugleich erzählt.
Stephanie Gleißner wurde 1983 in Garmisch-Partenkirchen geboren und ist in Mittenwald aufgewachsen. Studium der Literatur- und Religionswissenschaft in Tübingen und Kapstadt. Sie war Finalistin des Open Mike 2008 und wurde 2010 ausgewählt für den Literaturkurs der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
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