
Gillian Flynn: Gone Girl
Geschickt laviert Gillian Flynn in GONE GIRL durch eine sehr gut konstruierte Geschichte, die immer mehr packenenden Nervenkitzel entwickelt.
Mit einem Mal ist Amy verschwunden. An ihrem fünften Hochzeitstag meldet Nick seine Frau als vermisst. Die beiden sind gerade erst aus New York zurück in Nicks Heimatort in Missouri gezogen, da sie durch die Rezession arbeitslos geworden sind und das Leben in der Metropole einfach zu teuer ist. Jetzt betreibt Nick zusammen mit seiner Schwester eine kleine Bar, während Amy sich zu Hause eine Auszeit gönnt. Alles scheint im Lot zu sein, und auch zwischen den beiden läuft es offenbar gut. Doch bei den ersten Befragungen der Polizei bröckelt die Fassade und Nick gerät in den Verdacht, seine Frau selbst beiseite geschafft zu haben…
In “Gone Girl” ist nichts, wie es scheint. Geschickt laviert Gillian Flynn durch eine sehr gut konstruierte Geschichte, die immer mehr packenenden Nervenkitzel entwickelt. Dabei faltet sie die Charaktere ihrer Figuren immer weiter auseinander, so dass es immer wieder zu ungeahnten Wendungen kommt. Das irritiert und lockt uns Seite für Seite vorwärts. Ein paar kleine logische Brüche lassen sich zwar finden, aber dennoch ist “Gone Girl” ein packender Thriller der mit einer außergewöhnlichen Story. Und er zeigt, wie klebrig und scheinheilig so mache Beziehung ist, wenn man mal genauer hinter die Kulissen schaut.
Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den »San Francisco Examiner« und »U.S. News & World Report« und war die leitende TV-Kritikerin von »Entertainment Weekly«. Weiteres von Gillian Flynn: Broken House
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