Andreas Eschbach: Der Nobelpreis

Andreas Eschbach: Der Nobelpreis

DER NOBELPREIS von Andreas Eschbach kommt erst sehr langsam in Schwung, bis sich die Ereignisse schließlich überschlagen.

Die Wahl der diesjährigen Nobelpreisträger steht kurz bevor. Da bekommt Professor Hans-Olof Andersson, Mitglied des Nobelpreiskomitees, ein verlockendes Angebot. Für drei Millionen schwedische Kronen soll er für eine bestimmte Kandidatin stimmen. Als er dies ablehnt, wird kurze Zeit später seine einzige Tochter Kristina entführt. Da Andersson Befürchtungen hat, die schwedische Polizei könnte in das Komplott verwickelt sein, bittet er Gunnar Forsberg, den Bruder seiner verstorbenen Frau um Hilfe.

Einziges Manko: der findige Schwager sitzt wegen Industriespionage und anderer Vergehen im schwedischen Knast. Doch Anderson findet einen Weg, ihn dort herauszuholen und Gunnar macht sich sofort daran, die Spur der Erpresser aufzunehmen.

Andreas Eschbachs Roman „Der Nobelpreis“ kommt erst sehr langsam in Schwung, bis sich die Ereignisse schließlich überschlagen. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass Eschbach im Laufe des Romans den Erzählstil wechselt, sobald der Einbrecherkönig Gunnar Forsberg das Geschehen in die Hand nimmt. Die Ereignisse rund um die Nobelpreisverleihung sind sicherlich gut recherchiert und auch die komplizierte Auswahlprozedur ist unterhaltsam beschrieben.

Doch so ungewöhnlich die Idee des Thrillers und so überraschend der Plot auch sind, manch eine Wendung ist etwas arg drastisch und wenig nachvollziehbar. Insgesamt ist „Der Nobelpreis“ ein spannender Thriller mit einigen dramaturgischen Stolpersteinen.

Andreas Eschbach wurde 1959 in Ulm geboren. Verheiratet, ein Sohn. Studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik, wechselte aber noch vor dem Abschluß in die EDV-Branche. Seit September 2003 mit seiner Frau und seinem Sohn in der Bretagne.

hallo-buch.de - Rezensionen und Buchtipps von Silke Schröder
hallo-buch.de

      

© Lübbe Verlag
560 Seiten
Oktober 2007
ISBN: 978-3404157631

      

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