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Donnerstag, 20. Oktober 2011

© Aufbau-Verlag
722 Seiten
Oktober 2011
ISBN: 978-3351033590
Original:
Debout les morts
(Die schöne Diva von Saint-Jacques)
Un peu plus loin sur la droite
(Das Orakel von Port Nicolas )
Sans feu ni lieu
(Der untröstliche Witwer von Montparnasse)

Fred Vargas: Die drei Evangelisten

DIE DREI EVANGELISTEN, das Sammelband der drei Kehrweiler-Krimis von Fred Vargas, sind ein echtes Lesevergnügen: immer ein wenig skurril, mit leicht kauzig-eigenwilligen Protagonisten, aber mit gut inszenierten und clever durchdachten Plots.

Drei Krimis von Fred Vargas aus den Jahren 1995 - 1997, in einem Band zusammengefasst und unter dem Titel „Die drei Evangelisten“ neu veröffentlicht. Der Name ist Programm, denn alle drei Stories drehen sich um die drei arbeitslosen jungen Historiker Mathias, Marc und Lucien, die ihre Namen aus dem Evangelium haben, sowie um ihren eigenwilligen Freund und Ex-Ermittler Ludwig „Louis“ Kehrweiler.

Im ersten Krimi „Die schöne Diva von Saint-Jacques“ geht es um das Verschwinden der ehemaligen Opernsängerin Sophia. Marc, der mit seinen Freunden Lucien und Mathias nebenan wohnt, macht sich Sorgen um die in die Jahre gekommene Diva und bringt bei seinen Recherchen so manchen Stein ins Rollen - bis er selbst fast unter die Räder gerät.

Im „Orakel von Port Nicolas“ stößt Louis auf einen kleinen Knochen, der von einem Hund gefressen und, na ja, eben nicht ganz verdaut wurde. Seine Spürnase führt ihn bis in die Bretagne, wo eine ältere Frau vor kurzem ums Leben kam.

Im dritten Fall bringt Louis bei seinen drei Freunden einen vermeintlichen Frauenmörder unter, von dessen Unschuld er überzeugt ist. Doch was für die drei als kleine Gefälligkeit beginnt, entpuppt sich bald als Wettlauf gegen die Zeit, denn außer ihnen sehen Alle im jungen Clement nur eines: den brutalen Mörder.

Fred Vargas schreibt ungewöhnliche Krimis. Neben ihrer weithin bekannten Krimiserie um den Ermittler Jean-Baptiste Adamsberg hat sie in den 90iger Jahre eine kleine, dreiteilige Reihe mit dem ebenso eigenwilligen wie genialen Ludwig „Louis“ Kehrweiler herausgebracht. Im Mittelpunkt stehen neben dem aus dem Innenministerium entlassenden Kehrweiler drei junge Historiker: der Mittelalter-Experte Marc, Lucien, Spezialist für den Ersten Weltkrieg, und der Paläontologe und Knochen-Spezialist Mathias. Das stets klamme Konto hat die drei in einem kleinen Haus in Paris zusammengeführt, wo sie durch Zufall zu „Kriminalisten“ werden und ihrem schrägen Freund „Louis“ Kehrweiler bei seinen Ermittlungen unter die Arme greifen. Denn Kehrweiler hat nicht nur eine Kröte namens Buffo, die er hegt und pflegt, sondern er kommt, mit etwas Hilfe, durch seine ungewöhnlichen Methoden auch jedem noch so versteckten Verbrechen auf die Spur. Sein Markenzeichen ist der Blick fürs Unwesentliche, das sich im Laufe der Geschichte stets zum Wesentlichen eines Falls entwickelt. So gerät auch die Neuauflage dieser Fred Vargas-Krimis zum echten Lesevergnügen: immer ein wenig skurril, mit leicht kauzig-eigenwilligen Protagonisten, aber mit gut inszenierten und clever durchdachten Plots. Viel Spaß!

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Rezension von Silke Schröder

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