Ian Rankin: Die Kinder des Todes
KINDER DES TODES von Ian Rankin spielt im schottischen Edinburgh und hat einen spannenden Handlungsbogen, diverse Nebenhandlungen und einige unerwartete Wendungen.
In seinem 14. Fall kommt
es knüppeldick für Detective John Rebus und seine Mitarbeiterin
Siobhan Clarke. Drei erschossene Schüler in einer Edinburgher Privatschule.
Der Täter, ein ehemaliger Soldat, tötet sich nach der Tat selbst. Die Suche
nach dem Täter können sich die Polisten diesmal sparen, denn es geht nicht
um das "wer",
sondern um das "warum". Und nicht nur Rebus und Clarke beschäftigen
sich mit dieser Frage. Auch die Militärpolizei zeigt gesteigertes Interesse
an dem Mord.
Ging es hier um private Dinge oder gibt es etwa eine Verbindung
zwischen dem Amoklauf und den superharten Militäreinsätzen des Elitesoldaten?
Zu allem Überfluss muss sich John Rebus nebenbei auch noch mit seiner drohenden
Suspendierung herumärgern, denn er soll einen Kleinkriminellen ermordet
haben, der seine Mitarbeiterin belästigte und verfolgte.
Die Kinder des
Todes, im Original "A question of blood", spielt im schottischen Edinburgh und ist ein Krimi mit einer
sehr klassischen Rollenverteilung. Im Mittelpunkt steht Detective John Rebus,
ein Inspektor, der seine Gefühle hinter einer coolen Fassade versteckt und
der seine eigenen Methoden zur Aufklärung von Fällen hat. Er ist ruppig,
aber auch charmant und missachtet auch gern mal den Dienstweg. Detective
Siobhan Clarke hingegen ist eine zuverlässige Mitarbeiterin, die sich ums
Essen und um die Getränke kümmert, die dem Helden immer zur Seite steht
und die natürlich aus einer Lebensgefahr gerettet werden muss.
Leider durchbricht
der Autor dieses Schema sehr selten. Wer sich daran aber nicht stört und
nur einen guten Krimi mit einem überraschenden Ende lesen möchte, ist bei KINDER DES TODES
an der richtigen Adresse. Ein spannender Handlungsbogen, diverse Nebenhandlungen
und einige unerwartete Wendungen sind die Zutaten zu diesem Buch, mit dem
sich die restlichen Winterabende unterhaltsam vertreiben lassen.
Rezension von Silke Schröder
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