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Montag, 18. Juli 2016

Unionsverlag
224 Seiten
18. Juli 2016
ISBN: 978-3293005068
Original: Una suerte pequeña

Claudia Piñeiro: Ein wenig Glück

EIN WENIG GLÜCK von Claudia Piñeiro ist ein bewegender Roman über Liebe und Schmerz, Verlust und Neubeginn.

Zwanzig Jahre ist es jetzt her, dass María Elena Pujol mit ihrem sechsjährigen Sohn und dessen Schulfreund an einem schlecht gesicherten Bahnübergang mit dem Wagen genau auf den Schienen liegen blieb. Seitdem hat sich ihr Leben völlig verändert. Als sie den argentinischen Vorort kurz nach dem furchtbaren Unglück verließ, verschlug sie der Zufall nach Boston, wo sie als Mary Lohan ein neues Leben mit ihrem zweiten Ehemann Patrick begann. Jetzt jedoch kommt sie jobbedingt für kurze Zeit zurück nach Argentinien – und sie kann nicht anders: Sie muss zurück an den Unglücksort, den Ort ihres Traumas.

In ihrem emotional ergreifenden Roman “Ein wenig Glück” beschreibt der Autorin Claudia Piñeiro eine Frau, die ihr Leben wegen einer Tragödie in zwei völlig getrennte Abschnitte gespalten hat und ihr bisherige Existenz aufgibt, damit sie selbst in Frieden und ihre Familie weiter im Heimatort leben kann. Dazu switcht Piñeiro zwischen den Zeiten und verschiedenen Schreibstilen hin und her. Sie zeigt die Kälte des Ehemanns, dem sein Ruf wichtiger ist, als der Zusammenhalt der Familie, und einen Sohn, der nur schwer mit der Trennung zurecht kommt. Sie zeigt aber auch, dass “ein wenig Glück” trotz schlimmer Erlebtnisse zu finden ist, wenn man sich nur den Dämonen der Vergangenheit stellt und sein Schicksal wieder selbst in die Hand nimmt. Ihrer unglücklichen Heldin, die sich für ihre Familie aufopfert, aber durch Zufall und Glück immer wieder Schönes erlebt, gibt Claudia Piñeiro Mut, wo die Hoffnung schon fast verloren ist. So ist “Ein wenig Glück” ein bewegender Roman über Liebe und Schmerz, Verlust und Neubeginn. Wer Dramen liebt und eine fesselnde Handlung sucht, ist hier genau richtig.ine ausgefallene Krimigeschichte mit einem interessanten Ende.

Claudia Piñeiro, geboren 1960 in Buenos Aires, ist der Shootingstar der argentinischen Literatur. Nach dem Wirtschaftsstudium wandte sie sich dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin, schrieb Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher und führte Regie fürs Fernsehen. Ihre Romane sind auf den Bestsellerlisten zu finden und werden in mehrere Sprachen übersetzt und verfilmt. Für Die Donnerstagswitwen erhielt sie 2005 den Premio Clarín; 2010 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.

Rezension von Silke Schröder

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