Manuel Vázquez Montalbán: Requiem für Genießer
Leicht philosophisch angehaucht, mit viel Sarkasmus und bissigem Humor schickt Manuel Vázquez Montalban in In "Requiem für Genießer" seine beiden Helden rund um den Globus
Der alternde Privatdetektiv Pepe Carvalho wird in seiner Heimatstadt
Barcelona eines Mordes verdächtigt. Für ihn und seinem Helfer Biscuter
ein guter Anlass, sich erst einmal auf eine ausgedehnte Reise nach Italien
und Griechenland zu machen. Doch bald sehen sich die Beiden einer Serie
unheimlicher Anschläge gegenüber und beginnen eine Flucht über alle Kontinente,
nicht ohne die kulinarischen Köstlichkeiten und die Kultur ihrer diversen
Reiseländer zu studieren. Unterwegs treffen sie auf Dealer, Geheimdienstler,
Terroristen und Mafiosi, bis ihr Trip in einem grandiosen Finale endet.
Leicht philosophisch angehaucht, mit viel Sarkasmus und bissigem Humor
schickt Montalban seine beiden Helden rund um den Globus und spielt dabei
ganz nebenbei mit Jules Vernes historischer Romanvorlage „In 80 Tagen
um die Welt“. Obwohl manchmal etwas ausführlich, ist das Buch dennoch
ein amüsant-turbulentes und kritisches Werk. Es geht um echte Freundschaft,
um leckeres Essen, aber auch um Kritik an den Folgen der Globalisierung
mit herzhaften Seitenhieben auf den Papst und den amerikanischen Präsidenten.
„Requiem für Genießer“ ist Montalbans letzter Roman. Der 64-jähriger starb
2003 auf dem Bangkoker Flughafen. Manuel Vázquez Montalbán wurde 1939
in Barcelona geboren und starb 2003. Nach dem Studium der Geisteswissenschaften
und Journalistik war er bei verschiedenen Zeitschriften als Redakteur
tätig. Er gilt als einer der profiliertesten spanischen Autoren der Gegenwart
und hat mit der Figur des Meisterdetektivs Pepe Carvalho einen Klassiker
geschaffen.
Rezension von Silke Schröder
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