hallo-buch.de
Home › Thomas Glavinic: Wie man leben soll
Mittwoch, 26. April 2007

© Dtv premium Verlag
April 2004
ISBN: 3423243929

Thomas Glavinic: Wie man leben soll

Wer den österreichischen Humor liebt ist bei Thomas Glavinic: Wie man leben soll genau richtig

Charlie Kolostrom lebt in Österreich. Wir schreiben die 80er und 90er Jahre und Charlie ist jung, aber leider deutlich zu dick. Viele Dinge gestalten sich für ihn deshalb etwas schwierig. Trotzdem: Charlie schafft ohne großen Elan das Abitur, beginnt Kunstgeschichte zu studieren, führt mehrere Beziehungen und erlebt so allerlei als Taxifahrer und WG-Genosse. Er träumt von einem Leben als Star, doch Berühmtheit erlangt er zunächst auf zweifelhafte Weise: ohne direkten Vorsatz befördert er drei Verwandte ins Jenseits.

Ohne direkten Vorsatz - dies prägt eigentlich alle Handlungen des schwergewichtigen Helden in Thomas Glavinics neuen Roman. Charlie ist einer, der vor allen Dingen irgendwie durchkommen will, der es eher treiben lässt, als dass er selbst Entscheidungen trifft. Der noch die überzogenste Kneipenrechnung mit Trinkgeld bezahlt, ohne eine Beschwerde zu wagen. Einer ohne festen Plan, der einfach nur wissen will ?wie man leben soll?. Kann es da überraschen, dass die von Charlie bevorzugten Ratgeber-Bücher und die daraus gebraute Philosophie nicht wirklich helfen? Dass sein Leben eine eher schlechte, am Ende aber überraschende Wendung nimmt? Charlie ist der Typ, der man nicht sein will, und der doch in uns allen steckt.

Das Buch ist manchmal etwas langatmig, streckenweise aber durchaus amüsant. Wer den österreichischen Humor liebt, ist hier auf alle Fälle richtig, denn beim Lesen hat man nicht nur einmal eine Karikatur von Gerhard Haderer oder Manfred Deix vor sich. Merke: Wir sind nicht alle Herr Lehmann.

Rezension von Silke Schröder

Buchtipps von hallo-buch.de

Belletristik aus Deutschland

Buchtipps

| Isabel Abedi: Isola
| Esma Abdelhamid: Löwenmutter
| Hatice Akyün: Einmal Hans mit scharfer Soße
| Jakob Arjouni: Cherryman jagt Mr. White
| Sibylle Berg: Ende gut
| Andreas Bernard: Vorn
| Larissa Boehning: Lichte Stoffe
| Martina Brandl: Glatte runde Dinger
| Michael Bresser: Bestseller
| Michael Bresser: Dr. Love und die schüchterne Forelle
| Thomas Brussig: Wie es leuchtet
| Verena Carl: Irgendwie, Irgendwann
| Karen Duve: Thomas Müller und der Zirkusbär
| Karen Duve: Keine Ahnung
| Karen Duve: Taxi
| Karen Duve: Macht
| Alexander von Eisenhart-Rothe: Golden Biker
| Tina M. Emig: Außergewöhnliches Alltägliches
| Fahimeh Fasaie: Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden
| Carlo Feber: Das Spiel der Anderen
| Susanne Fengler: Fräulein Schröder
| Karl Wolfgang Flender: Greenwash, Inc.
| Julia Franck: Die Mittagsfrau
| Nina George: Die Mondspielerin
| Thomas Glavinic: Wie man leben soll
| Stephanie Gleißner: Einen solchen Himmel im Kopf
| Frank Goosen: Mein Ich und sein Leben
| Frank Goosen: So viel Zeit
| Kerstin Grether: Zuckerbabys
| Anja Jonuleit: Rabenfrauen
| Alexa Hennig von Lange: Leute, ich fühle mich leicht
| Alexa Hennig von Lange: Leute, mein Herz glüht
| Alexa Hennig von Lange: Leute, die Liebe schockt!
| Alexa Hennig von Lange: Leute, das Leben ist wild
| Florian Illies: Ortsgespräch
| Schorsch Kamerun: Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens
| Wladimir Kaminer: Karaoke
| Shani Katayun: Augen in Teheran
| Christiane Krause: Die Villa der Frauen
| Tom Liehr: Stellungswechsel
| Tom Liehr: Geisterfahrer
| Tom Liehr: Pauschaltourist
| Tom Liehr: Sommerhit
| Senait G. Mehari: Feuerherz
| Christine Neudecker: Das siamesische Klavier
| Selim Özdogan: Die Tochter des Schmieds
| Leni Ohngemach: Jung und jünger
| Angelika Overath: Flughafenfische
| Christoph Peters: Mitsukos Restaurant
| Christoph Peters: Wir in Kahlenbeck
| Christoph Peters: Herr Yamshiro bevorzugt Kartoffeln
| Christoph Peters: Der Arm des Kraken
| Jutta Profijt: Schmutzengel
| Sven Regener: Neue Vahr Süd
| Kirsten Rick: Tapetenwechsel
| David Safier: Mieses Karma
| Andrea Sawatzki: Tief durchatmen, die Familie kommt
| Carolin Schairer: Die Spitzenkandidatin
| Rocko Shamoni: Dorfpunks
| Daniela Schenk: O wüsste sie, dass sie es ist!
| Robert Schneider: Die Offenbarung
| Serdar Somuncu: Getrennte Rechnungen
| Martin Spieß: Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme
| Maximilian Steinbeis: Pascolini
| Cora Stephan: Ab heute heiße ich Margo
| Heinz Strunk: Der goldene Handschuh
| Benjamin von Stuckrad-Barre: Was.Wir.Wissen.
| Carsten Wunn: Kniesel und ich
| Juli Zeh: Unterleuten
| Jenny Zylka: Beat Baby, Beat

 

 

© Thomas Glavinic: Wie man leben soll Buchtipps Bücher Rezensionen Thriller Krimis hallo-buch.de