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Mittwoch, 28. Februar 2018

© Luchterhand Literaturverlag
416 Seiten
26. Februar 2018
ISBN: 978-3630875637
Original: Schmone-esre malkot

Assaf Gavron: Achtzehn Hiebe

In ACHTZEHN HIEBE schafft es Assav Gafron, ein ernstes Thema klug, unterhaltsam und mit großer Leichtigkeit zu erzählen.

Der Tel Aviver Taxifahrer Eitan Einoch fährt jeden Tag eine alte Dame zum Friedhof, wo sie das Grab eines jüngst verstorbenen Briten besucht, der in Israel begraben werden wollte. Die 84-jährige Lotta Perl und Eitan, den sie auch “Krokodil” nennen, unterhalten sich auf der Fahrt immer sehr angeregt. So kennt er bald Lottas Geschichte in- und auswendig: Wie sie vor vielen Jahrzehnten die beiden jungen britischen Soldaten kennen lernte, den jüngst verstorbenen Eddie und den in einem israelischen Altersheim untergebrachten James Wilshere. Doch Lotta erzählt immer nur einen bestimmten Teil der Geschichte. Als die alte Dame eines Tages tot in ihrem Bett gefunden wird, beginnen Eitan und sein Kumpel Bar auf eigene Faust zu recherchieren. So kommen sie einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur, das bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges führt.

Verpackt in eine spannende Krimistory, beschäftigt sich der Autor Assaf Gavron in seinem neuen Roman “Achtzehn Hiebe” mit der Gründungsgeschichte des Staates Israel. Dabei switcht er zwischen den Ereignissen der Vergangenheit und dem gegenwärtigen Geschehen hin und her und geht besonders auf die Rolle der britischen Besatzer im damaligen Palästina ein. Im Mittelpunkt steht der Taxifahrer Eitan Einoch, den wir schon aus “Ein schönes Attentat” kennen. Neugierig und unvoreingenommen stürzt er sich in eine Geschichte, die ihn zurückführt in die für Israel entscheidenden Jahre kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. So schafft es Assav Gafron erneut, ein ernstes Thema klug, unterhaltsam und mit großer Leichtigkeit zu erzählen.

Assaf Gavron wurde 1968 geboren, wuchs in Jerusalem auf und studierte in London und Vancouver und lebt heute in Tel Aviv. Er hat vier Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht und ist in Israel Bestsellerautor. Er ist Übersetzer, Musiker und Schriftsteller und lebt in Tel Aviv.

Rezension von Silke Schröder

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