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Samstag, 01. März 2014

© Der Audio Verlag, Dav
März 2014
ISBN: 978-3862313198

Lyndsay Faye: Der Teufel von New York

In ihrem Debut-Krimi DER TEUFEL VON NEW YORK entführt uns Lyndsay Faye in den “Big Apple” des Jahres 1845.

New York 1845. Timothy Wilde hat gerade sein ganzes Hab und Gut bei einem Brand verloren. Nur aus diesem Grund lässt er sich für einen echt gefährlichen Job anwerben: Er wird einer der ersten Polizisten der Stadt. Die bunt zusammengewürfelte Truppe besteht aus eher zwilichtigen Typen, Schlägern und anderen schrägen Vögeln. Als ihm eines Tages die kleine Bird regelrecht in die Arme läuft, hat er seinen ersten Fall. Die Kleine trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und kann nur berichten, dass sie als Kinderprostituierte in einem ebenso stadtbekannten wie verruchten Bordell arbeitet. Timothy stellt einige Nachforschungen an und macht bald darauf einen grausigen Fund: Auf einem Feld entdeckt er 19 Kinderleichen. Seine Ermittlungen führen ihn zur Parteizentrale der Demokraten, aber auch in die tiefsten Slums der Stadt. Und schon ist er mittendrin in den Konflikten zwischen denen, die schon da sind und jenen, die gerade erst ankommen in der Stadt der Hoffnung.

In ihrem Debut-Krimi “Der Teufel von New York” entführt uns Lyndsay Faye in den “Big Apple” des Jahres 1845. Sehr eindrucksvoll zeichnet die Autorin die damalige Situation der Stadt, einem der größten Schmelztigel ihrer Zeit. Viele verschiedene Menschen trafen hier aufeinander; besonders die Iren trieb es ab 1845 durch die Hungersnot in ihrem Land in die “neue Welt”. Aber auch Deutsche, Engländer, Italiener und Holländer siedelten sich dort an, von denen sich manche schon bald vor einer “Flut” der katholischen Iren fürchteten. In Elendsvierteln wie dem berüchtigten Five Points kam es zu Mordserien und Bandenkriegen, die sich in wüsten Straßenschießerein austobten. In dieser Phase wurde das NYPD (New York Police Department) gegründet, und genau hier setzt auch der “Der Teufel von New York” an. So steht Fays sympthatische Hauptffigur, der Polizist und Ich-Erzähler Timothy Wilde, plötzlich inmitten des Chaos und versucht, in diesem Moloch einen brisanten Fall zu lösen. Fazit: “Der Teufel von New York” ist ein klassischer Krimi, der viel Wissenwertes über das historische New York liefert - wirklich ganz wunderbar gelesen von Sascha Rotermund. Hoffentlich löst Timothy Wilde noch viele solcher Fälle!

Lyndsay Faye, Schauspielerin und Autorin, feierte mit ihrem 2012 in den USA erschienenen Roman »Der Teufel von New York« einen grandiosen Erfolg. Der zweite Teil der Reihe um Timothy Wilde und seinen Bruder Valentine erscheint in den USA im Herbst 2013. Derzeit schreibt Lyndsay Faye an der Fortsetzung.

Der Sprecher Sascha Rotermund, Jahrgang 1974, studierte Schauspiel in Hannover. Es folgten zahlreiche Theaterengagements von Bremen bis Berlin. Er ist außerdem ein gefragter Synchronsprecher und lieh seine Stimme u. a. Joaquín Phoenix, Christian Bale, Jon Hamm in »Mad Men«, Jesse Williams in »Grey’s Anatomy« sowie Omar Sy in der französischen Erfolgskomödie »Ziemlich beste Freunde«.

Rezension von Silke Schröder

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