Paulo Coelho: Der Zahir
Paulo Coelho: Der Zahir von Paulo Coelho hat eindeutig biografische Züge
Der Zahir ist etwas, das man, wenn man es einmal gesehen oder berührt
hat, nicht mehr vergessen kann, das fortan das ganze Denken einer Person
bestimmt. Und genauso geht es dem berühmten Schriftsteller, der nach zehn
Jahren plötzlich von seiner Frau verlassen wird. Für ihn unglaublich, denn
sie hat immer viel in ihre Liebe investiert und ihm auf kluge Art über seine
Schreibhemmungen hinweg geholfen. Erst als sie weg ist, merkt er, dass er
ohne sie nicht kann. Bei einer Lesung lernt er ihren vermeintlichen jungen
Liebhaber kennen, den aus Kasachstan stammenden Mikhail. Dieser nimmt ihn
mit auf eine esoterische Reise und lehrt ihn, auf Gedanken und Gefühle zu
hören, um die Energie der Liebe und die Erleuchtung zu finden. Aber wird
er ihn auch zu seiner (Ex-)Frau führen?
Der neue Roman von Paulo Coelho
hat eindeutig biografische Züge - er beschreibt das Leben eines berühmten
Schriftstellers, der vom Publikum geliebt, aber von der Kritik verrissen
wird. Wir folgen ihm durch Paris und durch die Emotionen und Gedanken eines
Mannes, der nicht akzeptieren kann, dass ihn seine Frau für einen Jüngeren
verlassen haben soll. So macht er sich auf den langen Weg der Erkenntnis,
um seine Resignation zu überwinden, die Kraft der Liebe wieder zu entdecken
und letztlich zu sich selbst zu finden. Wer eine Schwäche für emotionale
Tiefen hat und Paulo Coelhos Bücher mag, wird hier auf keinen Fall enttäuscht.
Rezension von Silke Schröder
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