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Sonntag, 14. März 2010

© Aufbau-Verlag
249 Seiten
März 2010
ISBN: 978-3351032944

Andreas Bernard: Vorn

Bernhards „Vorn" ist ein locker und beschwingt geschriebener Roman über die moderne Arbeitswelt und die Suche nach Identität im ewigen Trendkarussell.

Tobias Lehnert hat gerade sein Studium beendet und findet in München einen Job beim Jugendmagazin einer großen Tageszeitung. Angeheuert als freier Journalist, kann er bald mit eigenem Ressort und festem Arbeitsvertrag aufwarten – der Traum eines jeden Berufseinsteigers. Wichtige Sitzungen und Tipp Kick -Spiele im Redaktionsbüro, spannende Interviewtermine und endlose Nächte vor dem Rechner, die meist in hippen Bars mit Kollegen enden, dazu immer die heißesten Konzertkarten, die trendigsten Themen und die hübschesten Praktikantinnen, dies ist jetzt Tobias’ Leben. Um welches Thema es auch geht: Er ist ganz weit vorn. Dass darunter seine Beziehung zu Freundin Emily leidet, wird Tobias erst klar, als die beiden sich schon meilenweit voneinander entfernt haben – und er selbst nicht mehr recht weiß, in welcher Welt er eigentlich zuhause ist.

Andreas Bernard beschreibt in „Vorn" das Lebensgefühl der 90er Jahre, als man sich in lockerer Workaholic-Athmosphäre die Nächte in expandierenden Internet-Startups, blinkenden Werbeagenturen und hippen Redaktionsbüros um die Ohren geschlagen hat.
Mittendrin bewegt sich Tobias, der völlig fasziniert von der bunten, scheinbar  unbeschwerten Welt der trendigen Jungredakteure ist und sich kopfüber in dieses neue Leben stürzt, bis er selbst perfekt dazu gehört.

Erst spät merkt er, dass es mehr geben muss als coole Locations, angesagte Klamotten und schmollmündige Redaktionsassistenzen - und wie sehr man sich verbiegt, wenn man stets nur auf jeder Welle  ganz „vorn" mitreiten will.

So bleibt vom Tobias Anfangseuphorismus am Ende die Erkenntnis, dass das Gleichgewicht zwischen dem eigenen Lebensentwurf und dem jeweils angesagten Gruppentamtam gar nicht so leicht zu finden ist. Bernhards „Vorn" ist ein locker und beschwingt geschriebener Roman über die moderne Arbeitswelt und die Suche nach Identität im ewigen Trendkarussell.

Andreas Bernard ist Redakteur des »Magazins« der der Süddeutschen Zeitung.

Rezension von Silke Schröder

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